LuYang. False Awakening

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© LuYang

LuYang. False Awakening

12. Februar bis 19. JuniKunstpalais, Untergeschoss

Öffnungszeiten: 

Di–So 10:00–18:00, Mi 10:00–20:00 Uhr
Sonderöffnungszeiten 16. bis 19. Juni: Do 12:00–19:00, Fr/Sa 10:00–19:00, So 10:00–18:00 Uhr

Eine Ausstellung des Kunstpalais Erlangen

Eintritt: 4,– / erm. 2,00 Euro
mit Salon-Ticket Eintritt frei!

Der Medienkünstler LuYang (geboren in Shanghai, VR China) erobert derzeit mit seinen bahnbrechenden Produktionen die internationale Kunstszene im Sturm. Technisch ausgefeilt wie ästhetisch überwältigend zeigen seine 3D-Animationsfilme, Videoinstallationen und Computerspiele eine neue Form von digitaler Welt, die von Superheld*innen, Monstern und Gött*innen bevölkert wird.

LuYangs Kunst ist ein einzigartiges Crossover aus Neurowissenschaft und buddhistischer Philosophie, Medizintechnologie und Bodyenhancement, Manga-Ästhetik und Science-Fiction-Fantasie. Inspiriert durch gesellschaftliche Fragestellungen aus diesen Bereichen erschafft LuYang Kunstwerke und digitale Avatare, die als Kommentare zu aktuellen Identitätsdebatten wie auch zu den vermeintlichen Grenzen kultureller Identität gelesen werden können. Der Anspruch des Künstlers reicht jedoch weit über das Entwerfen von Fiktionen hinaus – LuYang durchbricht gewohnte Denkkategorien wie „echt“ und „künstlich“ oder „männlich“ und „weiblich“ bis in die eigene Biografie hinein. Die Frage nach einem „wahren“ biologischen Geschlecht wird bewusst hintangestellt, um gedanklichen Freiraum zu schaffen und die Kreativität in den Vordergrund treten zu lassen. Personifiziert wird dieses Konzept durch LuYangs digitale Reinkarnation „Doku“, einen geschlechtsneutralen Avatar, der auch die Hauptrolle in einer eigens für das Kunstpalais geschaffenen neuen Videoarbeit spielen wird.

Die Ausstellung „False Awakening“ schöpft nicht nur ästhetisch aus der globalen Gaming-Kultur. Besucher*innen sind eingeladen, selbst in ausgewählte Rollen aus LuYangs Repertoire zu schlüpfen und seine digitale Welt zu erkunden. Unter dem Titel „Just Thinkers and Creators“ beleuchtet im Mai und Juni eine Vortragsreihe LuYangs Kunst aus den Blickwinkeln von Kunst- und Kulturwissenschaften, Sinologie und Queer Studies.